Großbrand in Kappelner Mehrfamilienhaus
Gegen 5:23 Uhr am Himmelfahrtsfeiertag wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus in der eng bebauten Kappelner Innenstadt gemeldet.
Foto © Jasper Hentschel
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Bei Eintreffen der daraufhin alarmierten Feuerwehren Kappeln-Innenstadt, -Mehlby und -Ellenberg bestätigte sich die Lage. Während sich Trupps unter Atemschutz sofort Zugang zu den Wohnungen verschafften, um zwei als vermisst gemeldete Personen zu suchen, wurden alle weiteren Ortswehren aus der Gemeinde Kappeln sowie die Feuerwehren aus dem Amt Kappeln-Land zur Unterstützung nachalarmiert. Gemeinsam setzten sie die Personensuche fort und schlossen ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude mittels Riegelstellung aus.
Im Zuge der Löscharbeiten wurde in einer der Wohnungen ein toter Hund entdeckt und ins Freie gebracht. Eine der beiden vermissten Personen konnte zwischenzeitlich außerhalb des Einsatzortes wohlbehalten aufgefunden werden. Eine zweite Person wurde am Folgetag durch Einheiten der Polizei und des THW im Keller des Gebäudes tot aufgefunden.
Die Brandbekämpfung im Gebäude selbst gestaltete sich aufgrund der zahlreichen Zwischendecken und -Wände in Holzbauweise als schwierig. Einheiten des Technischen Hilfswerkes wurden von der Einsatzleitung hinzugezogen, um das stark beschädigte Gebäude hinsichtlich seiner Stabilität zu begutachten und zu sichern. Aufgrund der Einsturzgefahr war es den Feuerwehren am Nachmittag nur noch möglich, von außen über ein Gerüst des THW und über die Drehleiter zu löschen, bis letzte Glutnester gegen 18:30 Uhr beseitigt waren.
Insgesamt kamen während der Löscharbeiten rund 140 Feuerwehrleute, darunter 55 Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Die Feuerwehren Süderbrarup und Maasholm stellten hierfür weitere Kräfte zur Unterstützung der Kappelner Feuerwehren ab. Desweiteren waren die DRK-Bereitschaft Kappeln zur Versorgung der Einsatzkräfte, der DRK-Rettungsdienst, mehrere umliegende Ortsverbände des Technischen Hilfswerks sowie die Polizei am Einsatz beteiligt.

Foto © Jasper Hentschel

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